Vorbilden und Nachfolgen - Sich in Gottes Spur befinden

Teil 1: Von all den Idolen, Kultfiguren, Götzen und Beliebigkeitsaposteln unserer Zeit

VON PROF. MARTIN SCHREINER

Der Sänger Bodo Wartke hat ein Lied über das Dresdner Kirchentagsmotto „Da wird auch dein Herz sein ...“1 geschrieben, das eigentlich eine kleine, sanfte Selbstbetrachtung ist:

Wofür stehst du ein? Was ist dir wirklich wichtig?
Und ich mein nicht nur ein bisschen. Nein, ich mein: so richtig.
Was schätzt du wert? Was geht dich am meisten an
von allen Schätzen, die man schätzen kann?
Ich gehe davon aus, was immer es auch sei,
wenn’s dir wirklich wichtig ist, bist du aus vollem Herzen mit dabei.
Ist ja klar, damit du’s magst, muss es dir erst mal was wert sein ...
Da, wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.

Es bleibt also zu klären: Was für Schätze sind dir hold?
Manche denken beim Wort »Schatz« z. B. an Aztekengold.
Für manche zählt als Schatz der Wert jedes Cents,
ein teures Haus, ein teures Auto wie ein Mercedes Benz.
Mancher geht sogar auf die Jagd nach einer Yacht
oder hätt gerne ’nen Jet. Der andere sacht: »Ich hab schon acht!«
Für Frauen sollen’s Kleider, Diamanten, Schmuck und Nerz sein ...
Wenn da dein Schatz ist, wird da auch dein Herz sein.

Manch anderer strebt nach Anerkennung, Einfluss, Ruhm und Macht.
Die Frage ist, ob dich das alles glücklich macht?
Macht es meistens nicht. Es zeigt sich immer wieder, wer
schon sehr viel davon hat, will trotzdem immer mehr
und versucht, möglichst alles zu erhaschen.
Doch das letzte Hemd hat bekanntlich keine Taschen.

Doch keine Sorge, es geht nicht um das billige Verurteilen anderer:

Worauf kommt es also an? Wofür lohnt es sich zu leben?
Wenn nicht nach Ruhm und Reichtum, wonach lohnt es sich zu streben? '
Ich schlage mal was vor: Wie wär’s mit Werten wie
Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie?
Ich steh auch sehr auf das, was schon in der Bibel steht:
wie etwa Nächstenliebe, Mitgefühl und Solidarität.
Ich finde, das sind Werte, die lassen sich durchaus herzeigen ...
Setzen wir für diese Schätze uns mit ganzem Herz ein!
Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein!

Dieser Satz mit »Herz« und »Schatz« bedeutet umgekehrt zugleich:
Der, der seinem Herzen folgt, wird wirklich reich.
Vielleicht nicht reich an Geld, dafür reich an Seligkeit,
Glück, Selbstzufriedenheit und Ausgeglichenheit.
Ich glaub, wir tun uns selbst und letztendlich uns allen,
wenn wir aus vollem Herzen handeln, den größten Gefallen.
Drum tu, was du liebst, und du wirst glücklich, reich und satt sein ...
Denn wo dein Herz ist, da wird auch dein Schatz sein.

Was uns wichtig ist, hat in unserem Herzen einen Platz.
Nicht umsonst nennen wir den Menschen, den wir lieben, unseren »Schatz«.
Mit ihm an deiner Seite lebt sich’s leichter als allein ...
Da wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.

Wer sich auf eine Spurensuche einlässt, kommt unweigerlich an Fragen wie: Woran hänge ich mein Herz? Wer und was gibt meinem Leben Halt? Worin erkenne ich die tragenden Fundamente, die grundlegenden Gedanken und Taten, welche die Vision einer menschenwürdigeren Weltordnung – biblisch gesprochen: shalom – zu wirklichem Leben erwecken?

Bild – Bilder – Bildung – Vorbilder

Bei der Geburt erblickt der Mensch das „Licht der Welt“. Welche Bilder nimmt er wahr? Welche Bilder werden ihm im Laufe seines Lebens vermittelt? Welches Bild gewinnt er von sich, von seinen Mitmenschen, von der Welt, von Gott?

Darin zeichnet sich der Mensch bekanntlich vor allen anderen Kreaturen aus, dass er in der Lage ist, Bilder zu entwerfen. Das ganze Leben hindurch lebt er in und mit Bildern. Er deutet darin sich und sein Dasein. Die Ein- Bildung in die Welt, die Gewinnung von Identität im Sinne der Selbstwerdung des einzelnen Menschen, setzt allerdings Vor-Bilder voraus, die eine unverzichtbare erste Orientierung leisten. Bildung und Erziehung ohne solche Vor-Bilder sind nicht denkbar. So kann Margarete Mitscherlich in ihrem Buch „Das Ende der Vorbilder. Vom Nutzen und Nachteil der Idealisierung“ schreiben: „Es ist klar, wir alle brauchen Ideale, Vorbilder, Ziele, an denen wir uns orientieren, nach deren Verwirklichung wir streben können. Ohne sie sind wir einem Gefühl der Leere ausgesetzt, und das lebendige Interesse an den Dingen der Welt und an unseren Mitmenschen geht verloren.“

Als Psychologin nimmt sie allerdings nur die Selbst- und Weltbeziehung in den Blick; die Gottesbeziehung bleibt unberücksichtigt. Man mag die fehlende transzendierende Bildhaftigkeit beklagen oder nicht, der wachsende Verlust der „Dimension des Vor“ ist zu einem bestimmenden Merkmal des modernen Menschen geworden: „Es gibt nicht mehr, was ihm voraus ist. Und das gilt sowohl im Hinblick auf die Vergangenheit wie auch auf die Zukunft. Wir sind in zeitlicher Hinsicht alle zu Jetzt - d. h. zu Gegenwartsmenschen geworden.“ Mit der Aufgabe des Über-sich-hinaus-Seins verliert der Mensch auch seine Geschichtlichkeit. Nach christlichem Verständnis aber ist das Leben ein Geschenk Gottes und gründet das Person-Sein des Menschen, seine Freiheit und seine Würde im Gottesbezug. In der wechselseitigen Erschließung von Innenwelt und Außenwelt gelangt der Mensch zu sich selbst. Als Ebenbild Gottes vermag er die Antworten auf die Fragen nach einem sinnvollen, gelingenden Leben zu entdecken. Der Gedanke der Gottebenbildlichkeit kann als theo-logische Wurzel und unverzichtbare Leitkategorie von Bildung gelten.

Besonders in der Kindheit und Jugend sind bei der Suche nach einem sinnvollen Leben Vor-Bilder von unschätzbarem Wert. Es geht darum, junge Menschen ins „Bild“ zu setzen darüber, wie nach christlichem Verständnis Leben gelingen kann. Im Unterschied zu den anderen Wissenschaftsdisziplinen hat im theologischen und besonders im religionspädagogischen Sprachgebrauch deshalb das Reden vom Vor-Bild immer einen transzendenten Bezug. „Der griechische Begriff »typos«, der im Neuen Testament für »Vorbild« verwendet wird, meint wörtlich »formen«, »prägen«. Noch heute schwingt die Bedeutung in unserem Begriff »Prototyp« mit. Der »Typ« ist eine Art Modell, an dem sich andere orientieren. Umgekehrt ist der »typos« aber selber jemand, der durch andere geprägt ist. Dementsprechend kann sich der Apostel Paulus als Vorbild der Gemeinde bezeichnen (1Kor 4,16; Phil 3,17; 1Thess 1,6) und Timotheus auffordern, für andere Vorbild zu sein (1Tim 4,12). Die Ältesten in der Gemeinde sollen »Vorbilder der Herde« sein (1Petr 5,3).“ 

Sehnsucht nach Leitfiguren

Die Sehnsucht nach Leitfiguren ist heute groß. Sie zu finden ist schwer geworden. Wer sind heute Vorbilder? Mutter Theresa – Die Feuerwehrmänner des 11. September oder die getöteten Passagiere des Flugs 93 der United Airlines oder Persönlichkeiten des christlichen Glaubens? Der von Geburt an blinde Bergsteiger Andy Holzer aus Südtirol, der trotz Handycap auf die höchsten Berge der Welt klettert? Auf sechs Kontinenten hat er den jeweils höchsten Gipfel erklommen. Nur der Mount Everest fehlt ihm noch. Oder: Mama und Papa, die nach wie vor in Umfragen die Spitzenplätze einnehmen.

Eltern als „die Urform des gebrochenen Vorbilds, in der ewigen Auseinandersetzung um Bindung und Lösung, Verehrung und Kritik. Und wenn einer aufmerksam und offen durchs Leben geht, dann findet er begrenzte und gebrochene Vorbilder: Freunde, Mitschüler, Arbeitskollegen; Menschen, die in irgendeinem Augenblick etwas Ungewöhnliches, unerhört Gutes tun, die ihr Leben in die Hand nehmen. Ob sie als Entwicklungshelfer nach Afrika gehen und ihr Leben auf den Kopf stellen, oder ob sie einfach einem weinenden Kind das Richtige sagen, das ist dabei egal.“

Ein äußerst spannendes Datenbankprojekt des katholischen Kollegen Hans Mendl an der Universität Passau legt davon Zeugnis ab, „Local heroes“: Es geht um die sogenannte „mittlere Ebene“ zwischen den nahen familiären und fernen medialen Vorbildern. Es geht um exemplarische Alltagspersonen oder „Heilige der Unscheinbarkeit“, die sich für ein „Lernen an fremden Biographien“ besonders eignen.

Ambivalenz des Vorbilds

„Vorbilder sind nur eine Art pädagogischer Lebertran, den jeder mit Wider-willen schluckt. Die erdrücken den jungen Menschen, machen ihn unsicher und reizbar, und fordern ihn auf ungeziemende Weise heraus.“

Mit diesen Worten lehnt der Pädagoge Janpeter Heller in Lenz’ Roman „Das Vorbild“ aus dem Jahre 1973 die Aufgabe als unerfüllbar ab, zusammen mit einer freien Lektorin und einem pensionierten Rektor für ein neues repräsentatives Lesebuch ein Kapitel „Lebensbilder – Vorbilder“ zu schreiben. Sein Verdikt gilt zumindest den Vorbildern im herkömmlichen Sinn: „Vorbilder im herkömmlichen Sinn, das sind doch prunkvolle Nutzlosigkeiten, Fanfarenstöße einer verfehlten Erziehung, bei denen man sich die Ohren zuhält. Alles, was sich von den Thermopylen bis nach Lambarene überlebensgroß empfiehlt, ist doch nur ein strahlendes Ärgernis, das nichts mit dem Alltag zu tun hat. Peinliche Überbautypen, um es mal so auszudrücken.“

Zweifellos spiegelt der Roman den damaligen Zeitgeist wider und Hellers Stellungnahme ist nur eine unter vielen Stimmen, die im letzten Jahrhundert aus verschiedenen Gründen die Vorbildthematik für obsolet betrachteten. Geht man allerdings – zum Beispiel mit Max Scheler - davon aus, dass das Vorbildphänomen eine anthropologische Konstante ist und nicht der Kategorie des Handelns oder des bloßen Tuns, sondern der Kategorie des Seins angehört, so ist ein Erziehungsprozess ohne Vor-Bild, ohne Orientierungsmuster nicht vorstellbar.

„Vorbilder erfüllen unser Leben mit Hoffnung und Klarheit“, schreibt Ulrich Greiwe in seinem Buch „Die Kraft der Vorbilder“, worin er für unser Jahrtausend eine Renaissance der Vorbilder voraussagt: „Ich glaube, dass unsere Seelen langsam streiken gegen die über-ökonomisierte Welt, gegen die zunehmende Technisierung unserer gesamten Umwelt, es ist der Hunger nach mehr innerem Reichtum, der uns sagt, dass es neben dieser ganzen künstlichen Vielfalt der Konsumgesellschaft etwas weit Wichtigeres gibt.“

Die Einwände gegen die Vorbilderziehung rücken allerdings zu recht die Ambivalenz des Vorbildes ins Licht. Es ist gar nicht so einfach, vorbildliche Wegbegleiter zu finden, die sich von all den Idolen, Kultfiguren und Beliebigkeitsaposteln unserer Zeit unterscheiden und die „zu bewundern eine produktive und nicht bloß ‘bezaubernde’ Wirkung auf uns ausüben“. Es ist keine „naive Vorbildlichkeit“ wünschenswert, deren Schwäche man wie folgt beschreiben kann: „Nur eine Nuance an überzogener Stigmatisierung setzt das Vorbild aus dem Modus des konkreten Betreffens, Angesprochenseins und Verändertwerdens heraus und lässt es in das Wachsfigurenkabinett der Absonderlichkeiten abwandern“.

Auch ist selbstverständlich im Zusammenhang der Vorbildthematik zu vermeiden, dass dadurch „an redselige Moralisierung, an aufgeregte Besserwisserei, an den erhobenen Zeigefinger, an die repressive Mahnung, vom gewähl- ten Weg nicht abzukommen“, gedacht werden kann. Vor allem darf inmitten aller zeitgenössischen Bilderflut bei dem Begriff Vorbild das Präfix nicht übersehen werden.

Eine der Gefahren an unkritisch übernommenen Vorbildern bringt die nachfolgende jüdische Legende zum Ausdruck: Es lebte einmal ein Rabbi, der so fromm war, dass kein normaler Mensch seinen Anblick aushalten konnte. Vor Schreck fiel jeder auf der Stelle tot um, der ihm begegnete. Der Anblick eines so vorbildlichen Menschen war einfach nicht auszuhalten. Da rief Gott diesen Rabbi zu sich und sprach: „Es ist gut, dass du so fromm bist und es gefällt mir, dass du so untadelig lebst. Aber es ist nicht gut, dass meine anderen Menschen bei deinem Anblick in Gefahr sind, zu sterben. Dazu habe ich sie nicht herausgeführt aus Ägypten. Darum: geh weg aus diesem Land und lebe, wo dich niemand sehen kann!“ Die Gefahr dieses zu perfekten Vorbilds liegt darin, dass es die Lebendigkeit anderer Menschen erdrücken und töten kann. Und es kann ein solches Vorbild auch zur Verzweiflung und Resignation führen: So wie mein Vorbild kann ich ja sowieso niemals werden, deshalb gebe ich gleich auf. Wichtig ist auf jeden Fall eine kritische Distanz zum Vorbild.

Modell – Beispiel – Leitbild – Ideal – Idol

Da der Vorbildbegriff mit unterschiedlicher Bedeutung in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen eine Rolle spielt – vor allem in der Psychologie, Pädagogik, Theologie, Anthropologie und Soziologie, ist zunächst eine klare Begriffsbestimmung notwendig. Die vielfach auftretenden Bedeutungsüberschneidungen mit anderen ähnlichen, aber nicht gleich gelagerten Begriffen, wie zum Beispiel Leitbild, Modell, Beispiel, Identifikation, Nachahmung, Nachfolge, Ideal und Idol gilt es sorgfältig zu klären: In der Psychologie wird das Lernen am Vorbild im Rahmen der behavioristischen Lerntheorie als Imitations-, Nachahmungs-, Beobachtungs- oder Modellernen und in der Psychoanalyse als Lernen durch Identifikation thematisiert. Es geht dabei um das mehr oder weniger bewusste oder unbewusste Übernehmen von einzelnen, am Modell beobachtbaren Verhaltensweisen, Gefühlen oder Motivationen.

Im Unterschied zum Modell bezeichnet Beispiel gemäß dem pädagogischen Sprachgebrauch ein bewusstes Zeigen von Einstellungen und Verhaltensweisen, die für nachahmenswert gehalten werden, wobei weder persönliches Erleben noch personale Bindung vorausgesetzt sind.

Beispiele kann man absichtlich geben, Vorbild kann man nur sein, das heißt die Vorbildwirkung ist nicht planbar und willentlich herbeizuführen.

Leitbilder sind allgemeine, zumeist gesellschaftlich anerkannte Vorstellungen von einer wünschenswerten Persönlich-keitsstruktur, die aber stärker als das Vorbild von Personen unabhängig sind. Vorbild ist dagegen nur eine bestimmte Person als sie selbst. Ideale sind im Gegensatz zu Vorbildern nicht realisierbare, unerreichbare, in höchstem Grade als vollkommen vorgestellte Persönlichkeitseigenschaften. Idole sind eine seltsame Mischung aus dem Modell, dessen Verhaltensweisen und äußeres Erscheinungsbild nachgeahmt werden, und dem Ideal, für das man schwärmt und das man so aus aller Realität heraushebt.

Durch diese Definitionen wird schon der besondere Bedeutungsgehalt des Vorbildbegriffs erkennbar: Das Vorbild ist ein an eine konkrete Person gebundenes Bild der Lebensgestaltung. In ganzheitlich personaler Weise wird jemandem ein Bild zur Anschauung gebracht, ein Bild vorgestellt, in dem deutlich wird, wie Leben gelingen kann. In diesem Sinne kann man dann Vorbilder als Modelle betrachten, „die nicht einfach nachahmbar sind, sondern deren handlungsleitende Motive zu Impulsen werden, die Frage nach heutigen Aufgaben, heute geforderten Grundhaltungen und Lebensstilen neu zu beantworten“.

Freilich gilt: „Die Bilder der Vorbilder bzw. die Bilder als Vorbilder spiegeln Probleme und Chancen, Hoffnungen und Befürchtungen eigener Selbstwahrnehmungen. Wer also die Vorbilder vorschnell verurteilt, verurteilt damit ihre Rezipienten partiell mit. Um der Auseinandersetzung und des Gesprächs willen ist dies aber zu vermeiden.“

Glaubwürdigkeit des Vorbilds

Mit Fulbert Steffensky bin ich der Ansicht: „Junge Menschen brauchen nichts dringender als dass Menschen sich ihnen zeigen; dass ihr Gesicht und ihre Lebenskonturen erkennbar werden. Lehren heißt, zeigen, was man liebt. Menschen werden wahrscheinlich nicht lieben, was wir lieben. Aber sie lernen, dass man überhaupt etwas lieben und für etwas stehen kann. Wir machen Jugendlichen das Angebot, sich zu identifizieren und sich kenntlich zu machen – vor sich selber und vor anderen, indem wir uns als Kenntliche zeigen.“

„Lehren heißt, zeigen, was man liebt.“ Was lieben wir? Wie können wir uns als Kenntliche zeigen? Im Blick auf die Vorbild-Beziehung ist vor allem auf die Kategorie des personalen Seins hinzuweisen:

„Eine Person kann ‘vorbildlich’ sein, aber sie ist erst Vorbild, wenn ein anderer zu ihr in eine personale Beziehung tritt, wenn er sich von ihr betreffen und herausfordern lässt, sein eigenes Leben in dieser oder jener Hinsicht genau so gültig zu gestalten wie sein Vorbild.“

Das Entscheidende an Vorbildern ist, dass sie authentisch sind. Albert Schweitzer wurde einmal gefragt: „Wie erzieht man am besten seine Kinder?“

Er antwortete: „Es gibt drei Methoden: Erstens – durch Beispiel. Zweitens – durch Beispiel. Drittens – durch Beispiel!“ 

Teil 2 lesen Sie in der kommenden denkbar-anders-Ausgabe im Mai 2012. - die Quellenangaben befinden sich in der Printausgabe.

 
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